Weltpremiere auf der Eurosatory 2026: Mehrfachwerfer CML

16. Juni 2026

Loitering Munition Systeme (LMS) verbinden Aufklärung und Wirkung in einer Plattform und erhöhen die Schlagkraft auf den Gefechtsfeldern der Zukunft enorm. Auf der Eurosatory 2026 hat Rheinmetall erstmals einen Mehrfachwerfer für sein LMS FV-014 vorgestellt, den Containerized Missile Launcher (CML). 

Der CML ist Bestandteil des Aufklärungs- und Wirkverbundes von Rheinmetall. Die innovative Lösung für maximale Transparenz im Einsatzraum minimiert Reaktionszeiten und sichert so den entscheidenden Vorteil zum Schutz der eigenen Kräfte – vom ersten Signal im All bis zur Wirkung am Boden. Als digitale Grundlage dieses Wirkverbundes dient die Rheinmetall Battlesuite. Sie bildet die Leitlinie für die Digitalisierung von Plattformen, Sensoren und Wirkmitteln und ermöglicht durch offene und standardisierte Schnittstellen die nahtlose Vernetzung bestehender und zukünftiger Systeme. Dadurch können Informationen schneller verfügbar gemacht, Integrationsaufwände reduziert und bestehende Fähigkeiten unterschiedlicher Hersteller in einer gemeinsamen Führungs- und Informationsumgebung genutzt werden. 

Beim CML handelt es sich um ein vollständig eigenständiges, modulares und vernetztes Waffensystem, das für einen flexiblen Einsatz auf verschiedenen Plattformen und schnelle Einsatzbereitschaft konzipiert wurde. Als Basis dient ein logistisch hochflexibler 20’-Container, der bis zu 18 Fluggeräte FV-014 aufnehmen kann. Eine integrierte Energieversorgung sowie verschiedene Kommunikationsmodule ermöglichen den besatzungslosen Einsatz. 

Die geringen Packmaße der FV-014 und eine fortschrittliche Schwarmtechnologie ermöglichen es, dass sich mehrere Fluggeräte in einer Salve starten und von nur einem Bediener gleichzeitig kontrollieren lassen. Die Reichweite der Fluggeräte beträgt bis zu 100 Kilometer, die Einsatzdauer bis zu 70 Minuten. 

Die offene Architektur des Werfers ist darüber hinaus auf die schnelle und einfache Integration anderer Munition ausgerichtet. Zudem lässt er sich an eine Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeuge sowie an länderspezifische Führungs- und Leitsysteme anpassen. 

Der CML verfügt über ein integriertes Feuerleit- und Kommunikationssystem, welches fernbedienbare Startvorgänge mit mehreren sicheren Kommunikationsoptionen ermöglicht. Hierdurch lässt sich der Personalbedarf minimieren und die Automatisierung verbessern. Über die Battlesuite Interface Collection kann der CML darüber hinaus einfach in bestehende Führungs-, Aufklärungs- und Wirksysteme integriert werden. Die Sammlung offener Schnittstellen nutzt neben eigenen Entwicklungen etablierte militärische STANAGs sowie internationale Standards wie ROS2 und MAVLink und steht bereits heute inklusive digitaler Testumgebung auf GitHub zur Verfügung. 

Dank der Battlesuite-Architektur kann der CML unmittelbar mit einer Vielzahl digitaler Anwendungen verbunden werden. Dazu gehören Lösungen für die taktische Einsatzplanung, autonome UxV-Steuerung, KI-gestützte Ziel- und Objektklassifikation, Multi-Mode-Tracking, Line-of-Sight-Tracking sowie Counter-UAS-Anwendungen – von Rheinmetall und Partnern.

Mehr Informationen zum Auftrag sind hier zu finden. 

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