Startschuss für hochmodernes Luftverteidigungssystem

25. Januar 2024

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und die Arbeitsgemeinschaft Nah- und Nächstbereichsschutz (ARGE NNbS) haben am 25. Januar 2024, den Entwicklungsvertrag für das Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz (LVS NNbS) unterzeichnet. Der 2021 gegründeten ARGE NNbS gehören die Unternehmen Rheinmetall Electronics GmbH (Bremen), Diehl Defence GmbH & Co. KG (Überlingen) und Hensoldt Sensors GmbH (Taufkirchen) an. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 1,2 MrdEUR brutto, das sich auf die Partnerunternehmen nach ihren Leistungsanteilen wie folgt aufschlüsselt: Rheinmetall 607 MioEUR, Diehl 339 MioEUR und Hensoldt 284 MioEUR.

Um Deutschlands Rolle in der NATO als Anlehnungsnation in der bodengebundenen Luftverteidigung sowie in der European Skyshield Initiative gerecht zu werden, ist die Einführung des LVS NNbS ein entscheidender Schritt und schließt damit eine signifikante Fähigkeitslücke der Bundeswehr.

Kern des Entwicklungsvorhabens LVS NNbS ist die Optimierung der Luftverteidigung der mittleren Reichweite sowie die Entwicklung hochmobiler Flugabwehrfähigkeiten zum Schutz der eingesetzten Truppen vor Bedrohungen aus der Luft – auch in der Bewegung. Der jetzt erteilte Auftrag zielt darauf ab, notwendige Lösungen zur Vernetzung von Einzelkomponenten, zur Einbindung des Luftverteidigungssystems IRIS T-SLM, zur Herstellung der Interoperabilität sowie zur Ergänzung des Abfangbereichs auf die kurze Reichweite zu realisieren.