Raketensysteme von Rheinmetall und Destinus
14. April 2026
Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall und das europäische Verteidigungsunternehmen Destinus mit Sitz in den Niederlanden und mit Schwerpunkt auf skalierbaren Angriffs- und Abfangsystemen haben die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens vereinbart. Ziel der beiden Partner ist es, das Joint Venture „Rheinmetall Destinus Strike Systems“ in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu gründen. Dieses wird fortschrittliche Raketensysteme herstellen, vermarkten und liefern. Dazu gehören Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie. Rheinmetall wird 51 Prozent der Anteile halten, Destinus 49 Prozent. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.
Im Rahmen der Partnerschaft beabsichtigen Rheinmetall und Destinus, Marktchancen zu nutzen und moderne Raketensysteme weiterzuentwickeln. In vereinbarten Märkten und vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen wollen sie innovative Lösungen für Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie anbieten und bestehende Produktportfolios stärken.
Destinus behält seinen Hauptsitz in den Niederlanden und wird auch weiterhin Kernsysteme und Komponenten in seinen niederländischen sowie weiteren europäischen Betrieben entwickeln und fertigen. Das Joint Venture erweitert die Qualifizierungs- und Serienproduktionskapazitäten in den deutschen Industrieanlagen von Rheinmetall.
Armin Papperger, CEO von Rheinmetall, sagte: „Wir müssen die industrielle Basis für moderne Verteidigungssysteme in Europa ausbauen. Dieses Joint Venture spiegelt diese Notwendigkeit wider. Wir verbinden die Produktions-kapazitäten und die Erfahrung von Rheinmetall im Management von Großprogrammen mit der spezifischen Technologie und dem Systemdesign von Destinus. Damit legen wir den Grundstein für skalierbare, einsatzfähige Raketen, die auf die aktuellen Anforderungen der europäischen und verbündeten Streitkräfte zugeschnitten sind.“
„Europa tritt in eine neue Phase der Skalierung der Raketenproduktion ein”, fügte Mikhail Kokorich, Mitbegründer und CEO von Destinus, hinzu. „Moderne Konflikte sind durch Volumen und Kosten pro Wirkung definiert. Raketensysteme entwickeln sich von Systemen, die in begrenzter Stückzahl hergestellt werden, zu Industrieprodukten. Die eigentliche Einschränkung in Europa ist heute nicht die Nachfrage, sondern die industrielle Kapazität.“
Jüngste Konflikte, unter anderem in der Ukraine und im Nahen Osten, haben gezeigt, dass die Nachfrage nach skalierbaren Angriffssystemen nicht mehr in begrenzten Stückzahlen gemessen wird. Stattdessen sind zunehmend Tausende Systeme pro Jahr gefragt, im Laufe der Zeit potenziell zehntausende, sofern sich die Beschaffung in Europa und bei den Verbündeten entsprechend anpasst. Dies bedeutet kurzfristig eine Marktchance im Bereich von Hunderten von Millionen Euro und langfristig ein Potenzial im niedrigen Milliardenbereich.
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